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Barbarazweige

Das Brauchtum der Barbarazweige

Der Legende nach hegte die Heilige Barbara in ihrem Kerker ein kleines Zweiglein mit Knospen. Als das Ästchen eines Morgens in voller Pracht erblühte, wusste die Märtyrerin, dass sie heute Erlösung finden würde. Seither wird die Erinnerung an die Märtyrerinnenlegende der Heiligen Barbara vor allem durch die Symbolkraft des blühenden Zweiges getragen.

Fruchtbarkeit, Kraft und Lebendigkeit, aber auch Hoffnung und Liebe finden hier Eingang. Dass dieses kleine Naturwunder jedoch nur durch eine liebevolle Pflege und ein wenig Glück stattfinden kann, rückt den Brauch zudem in die Nähe des Ungewissen und des Unbeeinflussbaren. Vor diesem mystischen Hintergrund ist das Brauchtum des Barbarazweiges heute ein fester Bestandteil der christlichen Orakelbräuche. Diese werden zum Barbaratag, den 4. Dezember, zelebriert.

 

Das Schneiden der Barbarazweige

Als Barbarazweige werden zwar in der Regel Kirschästchen genommen, doch auch andere Obstzweige, wie Apfel oder Birne, sind möglich. Nur vereinzelt kommen aber auch Forsythien oder andere Straucharten zum Einsatz. Der Barbarazweig muss dabei zwingend am Morgen des 4. Dezembers, des Namenstages der Heiligen Barbara, geschnitten werden. Erblüht er genau zwanzig Tage später, also zu Weihnachten, dann verheißt dies Gutes. Dafür steht auch die alte Bauernregel:

         Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.

Während heute ganz allgemein von einem glücklichen, neuen Jahr ausgegangen wird, wies der blühende Ast in früheren Jahrhunderten auf eine gute Ernte im kommenden Jahr hin. Damals war es aber auch üblich, dass sich junge Mädchen ihre Zweige selbst schnitten und dabei jedes Ästchen einem Verehrer widmeten. Jener, dessen Zweig zuerst erblühte, sollte dann im neuen Jahr auch der Bräutigam werden. 

Weitere Barbaratag-Bräuche

Mancherorts wird zum Barbaratag auch „Barbaraweizen“ in eine kleine Schale gelegt. Sprießen die Samen zu Weihnachten, soll dies auf eine glückliche Ernte hinweisen.

Im Rheinland ist es regional zudem üblich, dass Kinder auch am 4. Dezember kleine Geschenke erhalten.

Außerdem gibt es Gemeinden in Deutschland, in denen die Heilige Barbara am 6. Dezember die feste Begleitung des Nikolaus` bildet.